Die falsche Atemübung kann deinen Stress verstärken

Du fühlst dich gestresst, öffnest Instagram und findest eine Atemübung, die dein Nervensystem in wenigen Minuten beruhigen soll.

Also atmest du mit. Tief. Schnell. Intensiv. Plötzlich wird dir schwindlig. Dein Herz klopft stärker und du fühlst dich noch unruhiger als vorher.

Dann denkst du vielleicht: Breathwork funktioniert bei mir nicht. Doch möglicherweise lag es nicht an dir.

Vielleicht war es einfach nicht die richtige Atemübung für deinen aktuellen Zustand.

Atemübungen beruhigen nicht automatisch

Atmung kann dich beruhigen, aktivieren, fokussieren oder emotional öffnen. Entscheidend ist, wie du atmest – und was gerade in deinem Körper passiert.

Wenn du bereits stark aktiviert bist, dein Herz schnell schlägt und du dich innerlich unruhig fühlst, kann eine schnelle oder sehr intensive Atmung zusätzliche Aktivierung erzeugen.

Atmest du zu schnell oder zu tief, kann zudem zu viel Kohlendioxid abgegeben werden. Mögliche Reaktionen sind Schwindel, Kribbeln, ein Engegefühl oder zunehmende Unruhe.

Das bedeutet nicht, dass intensive Atemtechniken grundsätzlich schlecht sind.

Es bedeutet, dass nicht jede Atemübung zu jedem Menschen und jedem Moment passt.

Was braucht dein Nervensystem gerade?

Fühlst du dich angespannt, überfordert oder ängstlich? Dann braucht dein Körper möglicherweise eine sanfte Atmung, die nicht noch mehr Druck erzeugt.

Fühlst du dich hingegen energielos, unkonzentriert oder innerlich wie abgeschaltet? Dann ist eine beruhigende Atemübung nicht automatisch die richtige Wahl. Eine bewusst aktivierende Atmung kann in diesem Moment passender sein.

Es gibt deshalb nicht die eine «beste» Atemtechnik.

Die bessere Frage lautet: Was braucht mein Körper gerade – Regulation, Aktivierung oder einfach Raum zum Spüren?

Atmung beginnt nicht mit einer Technik

Bevor du deine Atmung veränderst, halte kurz inne:

  • Wie fühlt sich mein Körper gerade an?

  • Ist bereits viel Aktivierung vorhanden?

  • Wie möchte ich mich nach der Übung fühlen?

Erst dann wählst du deine Atemtechnik.

Denn gute Atemarbeit bedeutet nicht, möglichst intensiv zu atmen oder jeder Empfehlung auf Social Media zu folgen. Sie beginnt mit Wahrnehmung.

Genau das lernst du im Holistic Breath Teacher Training

Im Holistic Breath Teacher Training lernst du nicht einfach eine Sammlung von Atemübungen.

Du lernst, wie unterschiedliche Atemtechniken auf Körper und Nervensystem wirken, wann du sie einsetzen kannst und wann Vorsicht wichtig ist.

Für deine eigenen Prozesse und für die sichere, individuelle Begleitung deiner Kundinnen und Kunden.

Denn professionelle Atemarbeit bedeutet nicht, allen Menschen dieselbe Übung zu geben.

Sie bedeutet, zu erkennen, welche Atmung dieser Mensch in diesem Moment wirklich braucht.

P. S. Möchtest du Atemarbeit fundierter verstehen und sicher anwenden? Schreib mir gerne, wenn du mehr über das Holistic Breath Teacher Training erfahren möchtest oder wenn du dir in einem 1:1 eine individuelle Begleitung wünschst.

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Dein Körper sagt nicht: Das ist Angst

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