Du stehst vor einem wichtigen Gespräch. Dein Herz schlägt schneller. Im Bauch kribbelt es. Deine Hände werden warm. Ich habe Angst, denkst du.
Ein paar Tage später sitzt du im Zug auf dem Weg in die Ferien. Dein Herz schlägt schneller. Im Bauch kribbelt es. Deine Hände werden warm. Diesmal denkst du: Ich freue mich.
Fast dieselben Körperempfindungen. Eine vollkommen andere Emotion.
Und genau das ist spannend: Dein Körper sagt dir nicht automatisch, ob du Angst hast, wütend bist oder dich freust. Er liefert dir zuerst Informationen:
Mein Herz schlägt schneller.
Mein Bauch kribbelt.
Mein Brustkorb ist eng.
Welche Emotion du darin erkennst, hängt auch davon ab, was gerade passiert, was du erwartest und welche Erfahrungen du mitbringst.
Im Huberman Lab spricht Emotionsforscher Dr. Ralph Adolphs darüber, wie eng Gehirn und Körper bei Emotionen zusammenspielen. Gleichzeitig warnt er vor zu einfachen Zuordnungen. Wir können nicht allein aus einer einzelnen Körperreaktion ablesen, welche Emotion ein Mensch gerade erlebt.
Erst spüren, dann benennen
Wenn du das nächste Mal eine starke Reaktion wahrnimmst, bleibe fünf Sekunden bei der Empfindung. Nicht sofort: Ich habe Angst. Versuche stattdessen zunächst nur zu beschreiben: Mein Herz schlägt schnell. Mein Bauch ist unruhig.
Und dann: Welche Emotion könnte hier sein?
Vielleicht ist es Angst. Vielleicht aber auch Wut, Vorfreude oder Aufregung. Diese kleine Pause hilft dir nicht, deine Emotion wegzumachen. Sie kann dir aber helfen, genauer zu verstehen, was gerade in dir geschieht.
Genau das ist Teil der Emotional Body Method Ausbildung: Körpersignale wahrnehmen, Emotionen differenzierter verstehen und Menschen begleiten, ohne ihnen vorschnell eine fertige Interpretation zu geben.
Mehr zur Emotional Body Method Ausbildung. Schreib mir gerne, wenn du mehr über die Ausbildung erfahren oder einen Kennenlerncall vereinbaren möchtest.